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Radio­frequenz­therapie (RF)

Die Radiofrequenztherapie (RF) ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren. Mit Hilfe von hochfrequentem Strom wird gezielt Wärme im Gewebe erzeugt, um medizinisch gewünschte Effekte zu erzielen, wie z. B. eine Volumenverkleinerung, Blutstillung oder Gewebestraffung. In unserer Praxis in Haan kommt die Methode regelmäßig zur Anwendung, insbesondere bei chronischer Nasenatmungsbehinderung oder Schnarchbeschwerden.

Was ist die Radio­frequenz­therapie?

Bei der Radiofrequenztherapie wird elektrischer Strom in einem hochfrequenten Bereich (300–500 kHz) verwendet, um bestimmte Gewebeschichten kontrolliert zu erwärmen. Diese Wärme bewirkt, dass das Gewebe gezielt schrumpft oder verödet, je nach Behandlungsziel.

Das Verfahren ist äußerst präzise, schonend und nahezu schmerzfrei, da es ohne großflächige Schnitte oder Wundflächen auskommt.

Anwendungs­gebiete in der HNO-Heilkunde

In unserer Praxis wird die Radiofrequenztherapie in mehreren Bereichen des Kopf-Hals-Raums eingesetzt:

  • Verkleinerung der Nasenmuscheln zur Verbesserung der Nasenatmung
  • Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe durch Volumenreduktion am Weichgaumen oder Zungengrund
  • Behandlung erweiterter Gefäße (Teleangiektasien) im Gesichts- und Nasenbereich
  • Entfernung kleiner Hautveränderungen wie Warzen oder Fibrome

Durch die gezielte Energieabgabe wird das umliegende Gewebe geschont. Die Behandlung ist daher besonders gewebefreundlich und mit einer kurzen Erholungszeit verbunden.

Ablauf der Behandlung

Vor dem Eingriff wird das zu behandelnde Areal örtlich betäubt. Anschließend erfolgt die Behandlung mit speziell dafür entwickelten Elektroden.

Beispielhaft bei einer Nasenmuschelverkleinerung läuft der Eingriff wie folgt ab:

Lokale Betäubung der Nasenschleimhaut mit Watteeinlagen.
Injektion von Kochsalzlösung in die Nasenmuschel, um das Gewebe leicht anzuheben.
Gezielte Anwendung der RF-Elektrode, um eine präzise, kontrollierte Erwärmung und Volumenreduktion zu erreichen.
Nach dem Eingriff wird erneut eine Watteeinlage eingesetzt, die für einige Stunden in der Nase verbleibt. Der Eingriff erfolgt ambulant in der Praxis.

Wirkung im Körper

Durch die Erwärmung werden Zellen in der behandelten Region zerstört, wodurch das Gewebe anschließend schrumpft oder gestrafft wird. Gleichzeitig regt die Therapie Regenerations- und Heilungsprozesse an. Die Behandlung verbessert langfristig die Funktion, z. B. die Nasendurchgängigkeit oder Atemqualität im Schlaf.

Kontra­indikationen und Sicherheit

Patienten mit Herzschrittmachern oder implantierten Elektroden dürfen nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen behandelt werden, da elektrische Ströme die Funktion der Geräte beeinflussen können. Metallische Implantate im Behandlungsbereich müssen vorab ärztlich beurteilt werden.

Kosten

Je nach Indikation kann die Radiofrequenztherapie von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. In anderen Fällen zählt sie zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) privat abgerechnet. Bitte sprechen Sie uns an. Wir informieren Sie gern darüber, welche Kosten in Ihrem individuellen Fall entstehen.