Allergologie
Präzise Diagnostik
Am Anfang jeder erfolgreichen Allergiebehandlung steht die gründliche Diagnostik. Nach einer eingehenden HNO-ärztlichen Untersuchung, einschließlich Nasenendoskopie, erfolgt eine gezielte Testung auf mögliche Allergieauslöser.- Prick-Testung: Ein bewährtes Hauttestverfahren, bei dem geringe Mengen möglicher Allergene auf die Haut aufgetragen und leicht eingeritzt werden. Reagiert die Haut mit Rötung oder Schwellung, liegt eine Sensibilisierung vor.
- Scratch-Test: Eine ergänzende Methode, die vor allem bei individuellen Verdachtsmomenten angewendet wird – etwa, wenn Tierhaare oder Pollen aus der eigenen Umgebung getestet werden sollen.
- RAST: Blutentnahme zum laborchemischen Nachweis spezifischer Antikörper gegen bestimmte Allergene.
Spezifische Hyposensibilisierung
Während viele Allergiemittel nur die Symptome lindern, setzt die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) an der Ursache an. Das Immunsystem wird dabei schrittweise an das Allergen gewöhnt, sodass die allergische Reaktion langfristig abnimmt. Man unterscheidet zwei Therapieformen:- Subkutane Immuntherapie (SCIT): Injektion des Allergens in das Fettgewebe des Oberarms, etwa alle 4 Wochen.
- Sublinguale Immuntherapie (SLIT): Tägliche Einnahme einer Tablette oder Tropfen unter die Zunge.